Man is symbolic of God

Habe gerade über das Internet diese hübsche Seite eines christlichen Maskulinisten gefunden, in der die Gotteslästerlichkeit der patriarchalen Theologie so schön ausbuchstabiert ist wie selten: biblicalgenderroles.com

Man in his design and nature, matches more closely to God than woman does in her design and nature. This fact is further backed up by the fact that God is always referred to in the masculine in such terms as “Father” and “Husband” and Christ was incarnated in the form of a man. Throughout the Bible the woman is symbolic of mankind, and the man is symbolic of God.

Eine schöne Referenz für alle, die meinen, es sei ja kein Problem, wenn Gott dauernd als Herr, Vater etc. angesprochen wird. Das sei ja nicht so gemeint, und eigentlich sei Gott natürlich geschlechtsneutral.

Eine Fundgrube für die männliche Hybris, sich selber an die Stelle Gottes zu setzen, findet sich auch auf den Unterseiten, zum Beispiel in diesem Artikel, der christlichen Ehemännern Tipps dafür gibt, wie sie ihre Frau bestrafen können, wenn die nicht freiwillig mit ihnen Sex haben will.

Und schön natürlich auch zu wissen, warum Gott Frauen überhaupt geschaffen hat:

Man was made in the image and likeness of God and specifically for the glory of God, but woman was made in the image of man, she was made specifically for man, she is the glory of man.

Wisster Bescheid.

Erschreckend: Nach eigenen Angaben hatte dieser Blog mit den letzten beiden Artikeln allein 400.000 Aufrufe.

Die Frauen und das Kreuz

Drüben in meinem anderen Blog kam von einer Leserin dieser Kommentar, der thematisch aber eher hierhin passt, weshalb ich ihn einfach mal umgezogen habe. Sie schreibt:

Liebe Antje, ich weiß, ich könnte Dir eine mail schicken, weil mein Kommentar hier ja nicht unbedingt Deinen vorhergehenden Text betrifft, aber letztendlich geht es doch eh immer um die gleichen Fragen, nicht wahr? Und so kann ich das doch auch hier tun, oder? Also, die Passion hat wieder einmal begonnen, diese Woche des Leidensweges, des Kreuztragens, des Todes und der Auferstehung. Und wieder gehen mir diese Bilder sehr nahe, daß da zum Beispiel einer Blut und Wasser schwitzt vor Angst am Ölberg, weil er seine Sterblichkeit erkennt, seine FreundInnen um Hilfe bittet und die aber einschlafen…usw., das sind gute Geschichten, finde ich, ganz egal wie religiös man das jetzt betrachtet. Und ich spüre meine christlich abendländische Prägung und will nicht mehr, wie in jungen Jahren dagegen ankämpfen. Ich suche seit vielen, vielen Jahren die Spuren der Göttin und überall wo ich bin, treffe ich auf den Leidensmann, ihren Sohn und Weltenretter, verflochten in unsägliches patriarchales Brimborium. Schwer, sehr schwer, da eine Spur der Frauen herauszulesen. Ich lese in den Apokryphen herum…oje, da wirds gänzlich kryptisch, und ich suche und suche wo mal eine verstehbar und ohne den üblichen “Sakrileg” – Magdalenakitsch über die Spur der Frauen, im Speziellen in der Passionsgeschichte, da drüber gearbeitet, geschrieben haben könnte? Denn, zweifellos waren sie doch da, haben SEINEN Leib gesalbt, haben gewacht, (drei Frauen am Grab), hast zufällig Du schon mal da drüber geschrieben, das wäre ja wunderbar! Ansonsten würde ich mich sehr freuen über Vorschläge, Quellenangaben und solltest Du aktuell irgendwo in einer Zeitung grad was gemacht haben, bitte informiere hier irgendwie drüber! Hoffentlich hab ich jetzt nicht den Kommentarbetrieb total überlastet. Viele liebe Grüsse von Herzen, Margarete

Die Karwoche ist natürlich eine sehr passende Zeit, um sich genau darüber Gedanken zu machen. Speziell über die Rolle von Frauen in der Passionsgeschichte habe ich noch nichts geschrieben, aber in einem weiteren Sinne zu dem Thema passen vielleicht folgende Texte. Fall Ihr weitere Ideen habt, bitte gerne in den Kommentaren damit weitermachen!

Über das Thema Kreuzigung im interkulturellen Dialog habe ich unter der Überschrift „Gott, die Kreuzigung und ich“ hier schon einmal etwas geschrieben.

Über Maria Magdalena hab ich mal einen Vortrag gehalten, das Manuskript steht hier, und ein weiterer Blogpost dazu hier.

Zum Thema „Das Kreuz mit dem Opfer“ gab es vor zwei Jahren eine Podiumsdiskussion in der Matthäuskirche, an der ich beteiligt war, eine gekürzte Mitschrift hier.

Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang ist die Studie „Saving Paradise“ von Rita Nakashima Brock und Rebecca Ann Parker, die ich kapitelweise zusammengefasst habe.

Davon ausgehend gab es dann voriges Jahr auch einen Beitrag von mir im FAZ-Blog 10 vor 8: „Seit tausend Jahren am Kreuz“.

Für die „efi“ schrieb ich mal was zu der Frage: War die Kreuzigung notwendig?

Etwas loser damit verknüpft vielleicht noch meine Rezension „Gott im Gendertrouble“

Soweit erstmal von meiner Seite, jetzt seid Ihr dran mit interessanten Links zum Thema!

 

#charliehebdo

„Ihr wisst, dass es heißt: ‚Auge um Auge, Zahn um Zahn.‘ Ich aber sage euch: Verzichtet auf Gegenwehr, wenn euch jemand Böses antut! Mehr noch: Wenn dich jemand auf die rechte Wange schlägt, dann halte ihm auch die linke hin.“

Bin froh, dass mich gerade niemand ernsthaft nach einer Auslegung davon fragt. Aber das ist mir heute im Sinn, denn für mich ist Christentum nicht als kulturbürgerliche Abendland-Folklore interessant, sondern als Provokation des Mainstreams aka „gesunder Menschenverstand“.

Kein Stall. Jesus war nicht arm.

Jesus war nicht „arm“. Und wir sollten aufhören, ihn so darzustellen.

Diese Erkenntnis kam mir, als die Pfarrerin in der Christmette gestern Abend die Weihnachtsgeschichte vorlas, in der altbekannten Lutherversion, und dann hing dieser Satz plötzlich in meinem Ohr:

„Und sie wickelte das Kind und legte es in eine Krippe, denn es war sonst kein Raum in der Herberge.“

Es war sonst kein Raum in der Herberge. In der Herberge. Maria war also offensichtlich in einer Herberge, als sie ihr Kind gebar. Nicht in einem Stall. Nur war es eben keine sehr geräumige Herberge, denn es gab sozusagen kein Kinderbett. Deshalb wurde das Baby in eine Krippe gelegt. Dazu muss man wissen, dass ein Futtertrog für Tiere damals zur normalen Ausstattung palästinensischer Häuser gehörte, und offenbar auch zu der von Herbergen.

Jesus war nicht arm, seine Eltern auch nicht. Die rührselige Geschichte, wonach sie sich kein Hotelzimmer leisten konnten und von bösen Herbergswirten abgewiesen wurden, sodass sie dann quasi auf der Straße übernachten mussten, ist schlicht erfunden. An keiner Stelle der Bibel ist davon die Rede, dass Jesus oder seine Familie arm oder sonstwie sozial Ausgeschlossene gewesen wären. Sie waren vielmehr ganz „normale“ Leute, nicht arm, freilich auch nicht reich, sondern Mittelmaß.

Die Krippe ist in der Weihnachtsgeschichte nicht ein Symbol für eine angebliche Armut, sondern ein Zeichen, an dem die drei Weisen aus dem Morgenland erkennen, um welches Baby in Bethlehem es geht – nämlich um dasjenige, das in einer Krippe liegt.

Es ist verständlich, dass die Volksfrömmigkeit in Europa, die die Architektur palästinensischer Häuser nicht kannte, das Wort „Krippe“ mit „Stall“ assoziiert hat und die Geschichte entsprechend phantasievoll ausschmückte. Und für sich genommen ist das auch unproblematisch. Was aber in der Tat ein Problem ist, ist die überbordende „Armutsphantasie“ in Bezug auf Jesus, die daraus folgte. Und zwar aus zwei Gründen.

Der erste Grund ist, dass das die eigentliche Weihnachtsbotschaft verschleiert. Die lautet: „Gott ist ein Mensch. Dieses Kind hier, das Maria gerade geboren hat, ist der Erlöser der Menschheit“. Das ist schon für sich genommen eine sehr krasse Behauptung. Sie wird nicht stärker oder eindrücklicher dadurch, dass dieses Kind als besonders arm, klein, schwach oder randständig vorgestellt wird, ganz im Gegenteil. Der Witz ist doch, dass Gott ein ganz normaler Mensch ist.

Durch die Betonung einer angeblichen Armut Jesu bekommt diese Geschichte hingegen etwas Surreales. Es rückt die Symbolik in den Vordergrund, und die schlichte Behauptung als solche – dieses Baby ist Gott – verblasst. Stattdessen drängt sich nun die Idee auf, dass Gott sich quasi „herablässt“ auf die Erde und als Baby ausgibt. Dieser Effekt der „Selbsterniedrigung Gottes“ wird durch eine angebliche Armut und Schwächlichkeit des Babies natürlich noch gesteigert. Im Zuge der Armutserzählung ist die Christenheit meiner Ansicht nach von ihrem eigenen Glaubensbekenntnis „Wahrer Mensch, wahrer Gott“ wieder abgerückt, denn sie dient – in genauer Verkehrung der eigentlichen Botschaft – faktisch dazu, Gott nach wie vor groß und allmächtig aussehen zu lassen. Seine übermäßige Größe wird in der übermäßigen Kleinheit seiner menschlichen Version gewissermaßen gespiegelt.

So wird es leider auch landauf landab in vielen Kirchen heute gepredigt: Die wirkliche Größe Gottes zeigt sich darin, dass er klein wird. Ich würde die Geschichte aber anders zusammenfassen: Der Witz an Gott ist, dass sie völlig normal und mittelmäßig ist, so wie du und ich. (Anmerkung: Anfangs war im Christentum die Vorstellung verbreitet, dass Menschen durch die Taufe dieselben göttlichen Qualitäten bekommen wie Jesus, was später durch die Idee der unhintergehbaren Sündhaftigkeit der Menschen verdrängt wurde).

Der zweite Grund, warum mir die Armutserzählung über Jesus nicht gefällt, ist der, dass dadurch Armut im Christentum lange verklärt wurde. Bekanntlich sollen wir Menschen Jesus ja nachfolgen, ihn als Vorbild sehen. Wir sollen von ihm lernen, wie das Reich Gottes auf der Erde verwirklicht werden kann.

Die Kitscherzählung vom „armen Jesulein“ hat entsprechend zur Folge gehabt, dass Armut zu einem erstrebenswerten Ideal wurde. So als wäre irgendetwas Positives daran, arm zu sein. Sich gegen (die eigene) Armut zu wehren, geriet deshalb unter Verdacht. Schließlich sei Jesus doch auch arm gewesen, also bitte nicht beschweren! Trag dein Kreuz! wurde armen Menschen gepredigt, zynischerweise.

Freilich, reich sein soll man auch nicht. Denn wer reich ist, kommt bekanntlich so wenig in das Himmelreich wie ein Kamel durch ein Nadelöhr. Aber an Armut ist eben auch rein gar nichts Positives. Armut ist nicht erstrebenswert.

Jesus nachzufolgen bedeutet nicht, arm zu sein, sondern: Kranke heilen, Brot verteilen, Witwen trösten und dergleichen. Ist ja auch eigentlich ganz naheliegend.

 

 

Warum es die Bibel verfälscht, JHWH stur mit „Herr“ zu übersetzen

Darüber, dass ich es falsch und irreführend finde (milde gesagt), von Gott ständig als „Herrn“ zu reden, und warum es wichtig ist, Gott (auch) weiblich zu denken, schreibe ich ja öfter. Heute erfuhr ich bei Facebook von einem tollen Artikel, den Othmar Keel schon 2007 zu dem Thema geschrieben hat.

Die Praxis, Jahwe konsequent durch «Herr» zu ersetzen, führte zu einer Art Persönlichkeitsveränderung. Eigennamen sind offene Bezeichnungen. «Tanja» oder «Johannes» verraten vorerst nicht viel mehr als das Geschlecht der Trägerin bzw. des Trägers. Französische Namen wie Claude oder Dominique nicht einmal das.

Wenn 6800-mal – so oft kommt «Jahwe» im sogenannten Alten Testament vor – statt von «Johannes» von «der Herr Direktor» die Rede ist, bedeutet das eine ungeheure Verengung. … Die Ersetzung von Jahwe durch «der Herr» hat die offene Persönlichkeit Jahwes auf eine bestimmte enge, männliche Rolle eingeschränkt und seine schillernde, reiche Persönlichkeit verarmen lassen. Der Aspektreichtum des Geheimnisses, das Undefinierbare («Ich bin, der ich bin»), das der Eigenname Jahwe evozierte, ging dabei weitgehend verloren.

Der ganze Text ist lesenswert!

Es ist besser, gar nicht über Gott zu sprechen als falsch

Es ist besser, gar nicht über Gott zu sprechen als falsch.

Dieser Gedanke geht mir schon seit einiger Zeit im Kopf herum. Denn ich finde, gerade wir Gläubigen spielen oft die Gefahren herunter, die es bedeutet, wenn das zweite Gebot missachtet wird:

Du sollst den Namen Gottes nicht missbrauchen.

Leider wird der Name Gottes unerträglich oft missbraucht. Als Kind habe ich dieses Gebot auch völlig falsch erläutert bekommen. Es würde bedeuten, so wurde mir gesagt, dass ich das Wort „Gott“ nicht achtlos aussprechen soll, zum Beispiel in so Redewendungen wie „Herrgottnochmal“ oder „Oh mein Gott“.

Aber daran ist ja überhaupt nichts Schlimmes. Das Wort Gott wird missbraucht, wenn Menschen sich auf Gott berufen, um etwas Falsches zu rechtfertigen. Das ist eine der schlimmsten Sünden überhaupt, und sie wird gerade dann begangen, wenn das Wort „Gott“ nicht achtlos und nebenbei ausgesprochen wird, sondern im Gegenteil ganz bewusst und mit Emphase.

Der „Islamische Staat“, der uns gerade mit auf die Spitze getriebener Brutalität vor Augen führt, wohin das führen kann, ist sicher ein absurdes Extrem. Aber ich finde, das ist nicht so völlig jenseits von dem, wie viele – gerade gläubige – Menschen mit dem Begriff „Gott“ umgehen. Man könnte auch die so genannten bibeltreuen Christen nehmen oder sonstige Religionsfanatiker überall, und natürlich sind sie mit dem IS im Ausmaß der Bösartigkeit nicht vergleichbar, aber doch in der Struktur des Arguments.

Und die Struktur des Arguments („Gott“ will das so) ist auch dieselbe, wenn die katholische Kirche die Diskriminierung von Frauen oder von Schwulen und Lesben begründet, und letzten Endes auch dann, wenn wir eher „gute“ Dinge mit dem Verweis auf Gott begründen, wie etwa die Sonntagsruhe oder sonst etwas vergleichbar Harmloses.

Natürlich ist in meinem eingangs erwähnten Satz das Wort „falsch“ problematisch. Wie kann ich wissen, dass jemand (oder ich selbst) „falsch“ von Gott spreche? Aber das macht das Problem höchstens komplizierter, es schafft es nicht aus der Welt. Ich meine: Im Zweifel muss ich dann eben auf dieses Wort verzichten.

Jedenfalls stößt mir ein Argument, das gegen „fanatische“ Religiöse oft vorgebracht wird, zunehmend bitter auf, und zwar der Hinweis, „diese Leute“ seien ja nur eine extreme Minderheit und stünden nicht für alle Gläubigen. #notallmen ist ein Schlagwort, unter dem Maskulisten gerne darauf hinweisen, dass Kritik an männlichem Verhalten fehl am Platz sei, weil ja nicht alle Männer Frauen vergewaltigen und so weiter. Entsprechend ist #notallbelievers ein Verweis darauf, dass ja nicht alle Gläubigen Frauen für minderwertig halten oder Andersgläubige massakrieren.

Ja, natürlich nicht, aber spricht das uns „gute Gläubige“ denn von der Verantwortung frei? Sicher nicht.

„Gott“ ist ein mächtiges Konzept, wer Gott auf seiner (oder ihrer) Seite glaubt, fühlt sich stärker als ohne diesen (imaginierten) höheren Beistand – und ist es auch. Das mit dem „Gottvertrauen“ funktioniert nämlich, es ist kein Hokuspokus. Wer Gottvertrauen hat, kann mehr erreichen, und zwar auch dann, wenn es ein irregeleitetes Gottvertrauen ist. Das Konzept „Gott“ ist eine große Versuchung, denn es vermittelt die Sicherheit eines vermeintlichen Rechthabens, das sich nicht nach irdischen Maßstäben (etwa politischer Verhandlungen) rechtfertigen und bewähren muss.

Und dieses Konzept ist sehr wichtig, mir persönlich ist es wichtig, weil ich davon überzeugt bin, dass es Dinge gibt, die über „der menschlichen Vernunft“ stehen. Weil ich selber Gottvertrauen habe und weiß, wie gut es funktioniert. Wie es mich unabhängig von der Anerkennung der Menschen macht, wie es mich stärkt, auch gegen den Mainstream zu schwimmen.

Aber es ist sehr tricky und sehr heikel, und solange es dermaßen offensichtlich ist, dass das Wort „Gott“ ganz schrecklich missbraucht wird, müssen sich meiner Meinung nach alle rechtfertigen, die dieses Wort dennoch benutzen. Wir können uns nicht auf #notallbelievers herausreden.

Simone Weil hat in ihren Notizbüchern geschrieben:

Die Religion als Quelle des Trostes ist ein Hindernis für den wahren Glauben, und in diesem Sinn ist der Atheismus eine Reinigung. Ich muss mit dem Teil meiner selbst Atheist sein, der nicht für Gott gemacht ist. Von den Menschen, bei denen der übernatürliche Teil ihrer selbst noch nicht erwacht ist, haben die Atheisten recht und die Gläubigen unrecht.

Dieser Satz ist es wert, regelmäßig meditiert zu werden, denn er ist von einer tiefen und klaren Wahrheit. Denn das Böse, das sich nicht auf Gott beruft, ist schwächer, als das Böse, das sich auf Gott beruft. Nicht, wer Atheist_in ist, muss sich vor Gott rechtfertigen, sondern wer von Gott spricht. Denn, wie der zweite Teil des zweiten Gebots besagt:

Gott lässt den nicht ungestraft, der seinen_ihren Namen missbraucht.

Social Media, christliche Religion und Kirche

smcoverDieses Buch ist die Tage neu erschienen, es ist auch ein Artikel von mir drin, allerdings derselbe, der vor einem Jahr auch schon im Pfarrerblatt erschienen ist.

Die Beiträge beschäftigen sich aus sehr unterschiedlichen Aspekten mit der Frage, inwiefern Social Media in verschiedenen christlichen Arbeitsbereichen eingesetzt werden können. Wobei ich bei den medientheoretischen und religionswissenschaftlichen Betrachtungen der ersten Hälfte des Buches Schwierigkeiten hatte, mich reinzulesen, vielleicht bin ich auch nicht die Zielgruppe.

Interessant sind aber die hinteren Beiträge, in denen es um konkrete Anwendungsgebiete geht, zum Beispiel Kasualien, Trauerbegleitung usw. im Netz oder inwiefern sich die Logik von Social Media mit der Organisationsform Kirche (nicht) verträgt. Der für mich spannendste Beitrag war der von Ralf Peter Reimann und Matthias Jung über Social Media und Pfarramt bzw. Parochie, auch wegen der Beispiele aus anderen Ländern, in denen Kirchengemeinden die Möglichkeiten des Internet schon viel innovativer nutzen.

Ilona Nord/Swantje Luthe (Hg) Social Media, christliche Religiosität und Kirche. Studien zur Praktischen Theologie mit religionspädagogischem Schwerpunkt. Edition Treskeia, Jena 2014, 444 Seiten, 39,90 Euro.