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Die Frauen und das Kreuz

Drüben in meinem anderen Blog kam von einer Leserin dieser Kommentar, der thematisch aber eher hierhin passt, weshalb ich ihn einfach mal umgezogen habe. Sie schreibt:

Liebe Antje, ich weiß, ich könnte Dir eine mail schicken, weil mein Kommentar hier ja nicht unbedingt Deinen vorhergehenden Text betrifft, aber letztendlich geht es doch eh immer um die gleichen Fragen, nicht wahr? Und so kann ich das doch auch hier tun, oder? Also, die Passion hat wieder einmal begonnen, diese Woche des Leidensweges, des Kreuztragens, des Todes und der Auferstehung. Und wieder gehen mir diese Bilder sehr nahe, daß da zum Beispiel einer Blut und Wasser schwitzt vor Angst am Ölberg, weil er seine Sterblichkeit erkennt, seine FreundInnen um Hilfe bittet und die aber einschlafen…usw., das sind gute Geschichten, finde ich, ganz egal wie religiös man das jetzt betrachtet. Und ich spüre meine christlich abendländische Prägung und will nicht mehr, wie in jungen Jahren dagegen ankämpfen. Ich suche seit vielen, vielen Jahren die Spuren der Göttin und überall wo ich bin, treffe ich auf den Leidensmann, ihren Sohn und Weltenretter, verflochten in unsägliches patriarchales Brimborium. Schwer, sehr schwer, da eine Spur der Frauen herauszulesen. Ich lese in den Apokryphen herum…oje, da wirds gänzlich kryptisch, und ich suche und suche wo mal eine verstehbar und ohne den üblichen “Sakrileg” – Magdalenakitsch über die Spur der Frauen, im Speziellen in der Passionsgeschichte, da drüber gearbeitet, geschrieben haben könnte? Denn, zweifellos waren sie doch da, haben SEINEN Leib gesalbt, haben gewacht, (drei Frauen am Grab), hast zufällig Du schon mal da drüber geschrieben, das wäre ja wunderbar! Ansonsten würde ich mich sehr freuen über Vorschläge, Quellenangaben und solltest Du aktuell irgendwo in einer Zeitung grad was gemacht haben, bitte informiere hier irgendwie drüber! Hoffentlich hab ich jetzt nicht den Kommentarbetrieb total überlastet. Viele liebe Grüsse von Herzen, Margarete

Die Karwoche ist natürlich eine sehr passende Zeit, um sich genau darüber Gedanken zu machen. Speziell über die Rolle von Frauen in der Passionsgeschichte habe ich noch nichts geschrieben, aber in einem weiteren Sinne zu dem Thema passen vielleicht folgende Texte. Fall Ihr weitere Ideen habt, bitte gerne in den Kommentaren damit weitermachen!

Über das Thema Kreuzigung im interkulturellen Dialog habe ich unter der Überschrift „Gott, die Kreuzigung und ich“ hier schon einmal etwas geschrieben.

Über Maria Magdalena hab ich mal einen Vortrag gehalten, das Manuskript steht hier, und ein weiterer Blogpost dazu hier.

Zum Thema „Das Kreuz mit dem Opfer“ gab es vor zwei Jahren eine Podiumsdiskussion in der Matthäuskirche, an der ich beteiligt war, eine gekürzte Mitschrift hier.

Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang ist die Studie „Saving Paradise“ von Rita Nakashima Brock und Rebecca Ann Parker, die ich kapitelweise zusammengefasst habe.

Davon ausgehend gab es dann voriges Jahr auch einen Beitrag von mir im FAZ-Blog 10 vor 8: „Seit tausend Jahren am Kreuz“.

Für die „efi“ schrieb ich mal was zu der Frage: War die Kreuzigung notwendig?

Etwas loser damit verknüpft vielleicht noch meine Rezension „Gott im Gendertrouble“

Soweit erstmal von meiner Seite, jetzt seid Ihr dran mit interessanten Links zum Thema!

 

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