Archiv für den Monat August 2013

Das Leben Jesu als Seifenoper

Den Jesus-Thriller „Zealot“ von Reza Aslan, der in den USA heftige Diskussionen ausgelöst hat (wenn auch unter der eher gagaesken Fragestellung, ob ein Muslim überhaupt ein Buch über Jesus schreiben darf), habe ich tatsächlich in einer Woche durchgelesen. Wirklich ein spannendes Buch, mir gefällt es, wenn „trockene“ Themen unterhaltsam und dabei doch inhaltlich nicht flach aufbereitet werden.

Aslan präsentiert „The Life of Jesus“, seine Hinrichtung am Kreuz und die ersten Jahrzehnte danach in Form einer Soap-Opera, mit Intrigen, Emporkömmlingen, Attentaten und politischen Verwicklungen. Das ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch informativ. Zum Beispiel kriegt man all diese „Messiasse“, die es damals gegeben hat und von denen im Theologiestudium immer nur so vage die Rede war, mal persönlich im Detail vorgestellt. Auch die politische Lage in der damaligen römischen Provinz Palästina wird anschaulich, und auch die dabei relevanten Persönlichkeiten von Pilatus über Herodes bis zu Kaiaphas.

Die These, die Aslan dabei plausibel machen will, ist theologisch gesehen nicht ganz taufrisch: Der sozialrevolutionäre und von seinen Anhänger_innen als Messias identifizierte, aus bäuerlichem Milieu stammende Jude Jesus von Nazareth wurde später vor allem von Paulus zum universalen Erlöser uminterpretiert, zu „Jesus Christus“ nämlich. Während es Jesus von Nazareth um ein vor allem sozialpolitisches Programm zugunsten der Armen und zur Rettung einer „jüdischen“ Unabhängigkeit und Befreiung von der römischen Okkupation gegangen sei, durchaus auch in religiösen Dingen, habe Paulus eine weltweite Religion stiften wollen, die sich mit dem römischen Reich irgendwie arrangiert. Dabei wird Paulus vor allem als Gegenspieler zur Jerusalemer Jesus-Gruppe um Jakobus, den leiblichen Bruder von Jesus, stilisiert. Ist als Grundidee soweit ich weiß schon vor hundert Jahren diskutiert worden.

Unterm Strich lautet Aslans Botschaft: Das Christentum hat die ursprüngliche Intention des Jesus von Nazareth verlassen und sich ein ganz eigenes Glaubenssystem gebacken, das mit den historischen Ereignissen zu Jesu Lebzeiten kaum noch was zu tun hat. Natürlich leidet auch Aslans Argumentation dabei unter dem simplen Umstand, dass über den historischen Jesus von Nazareth praktisch nichts bekannt ist außer dem Umstand, dass er gelebt hat, höchstwahrscheinlich aus einem Kaff namens Nazareth stammte und von den Römern gekreuzigt wurde, was darauf schließen lässt, dass diese ihn für einen politischen Aufrührer hielten.

Alles andere ist in halt notwendigerweise Spekulation, und das ist auch nicht weiter schlimm: Warum sollte nicht historische Forschung auch mal ein bisschen plausibel spekulieren, so lange es im Rahmen dessen bleibt, was die Quellen hergeben.

Allerdings sehe ich bei Aslan da in dem Bemühen, trotz magerer Faktenlage eine konsistente Story zu konstruieren, einige methodische Schwächen: Dass die Römer Jesus für einen politischen Aufrührer hielten heißt ja zum Beispiel nicht, dass er auch tatsächlich einer war – es soll ja schon vorgekommen sein, dass Gewaltregime, wie das römische Reich sicher eines war, Leute zu Unrecht verurteilt haben. Auch kann man aus zeitgenössischen Erwartungen zum Thema „Messias“ nicht unbedingt schließen, dass der historische Jesus diese teilte – es soll ja auch schon Individuen gegeben haben, die bestimmte Dinge anders gesehen haben, als sie zu ihrer Zeit mehrheitlich gesehen wurden.

Eine andere problematische Interpretation ist, dass Aslan ziemlich klare Grenzen zieht, welche religiösen Ansichten „noch jüdisch“ sind (Jesus und die Jerusalemer Gruppe) und welche „ganz klar nicht mehr jüdisch sind“ (Paulus). Eine befreundete Neutestamentlerin, mit der ich mich darüber unterhielt, sagte mir, dass man heutzutage eigentlich davon ausgeht, dass „Judentum“ damals eine sehr viel pluralere Angelegenheit war, als es im Rückblick scheinen mag. Manche gehen sogar davon aus, dass das „Judentum as we know it“ sich selbst erst nach der Tempelzerstörung im Jahr 70 n.Chr. beziehungsweise der gänzlichen Zerstörung Jerusalems in der Mitte des 2. Jahrhunderts herausgebildet hat, also sozusagen parallel und zeitgleich zum Christentum. Beides, (rabbinisches) Judentum und Christentum wären sozusagen zwei Strömungen, die auf diese Ereignisse reagieren und sie unterschiedlich verarbeiten. Jedenfalls ist es schwierig, zu behaupten, Paulus (der im Jahr 64 n.Chr. von den Römern hingerichtet wurde, also lange vor der Tempelzerstörung) wäre „nicht mehr jüdisch“ gewesen. Das ist vielmehr eine spätere, antijudaistische Konstruktion christlicher Theologen gewesen.

Darüber hinaus wirft das Buch aber noch interessantere Fragen auf. Es zeigt nämlich, wie stark die Idee des „Ursprungs“, der „reinen Quelle“, des „Originals“ in unserer Kultur ist. Gerade Religionen werden oft als bloße Hinterlassenschaften eines (praktisch immer männlichen) „Religionsstifters“ verstanden – wobei sie doch eigentlich Gemeinschaftsproduktionen von Bewegungen sind, in sich plural und über die Zeit hinweg sich dauernd verändernd. Damit zusammen hängt die Idee, es gäbe „richtigen“ und „falschen“ Glauben, wobei dann Richtig und Falsch noch nicht einmal für sich stehen, sondern am Maßstab des „Kommt dem, was der Religionsstifter wollte, am nächsten“ gemessen werden. Wieso eigentlich?

Dazu werde ich demnächst nochmal ausführlicher was schreiben.

Um Gottes Willen

Letzte Woche kam ein Interview in meine Timeline, in dem der katholische Kirchenrechtler Norbert Lüdecke erklärt, mit welch atemberaubender Logik katholische Argumentation funktioniert, das fand ich ganz interessant.

Vor allem diesen Satz möchte ich hervorheben:

Dass Frauen aufgrund ihrer Weiheunfähigkeit gottgewollt niemals verbindlich in der Kirche lehren noch Gesetze erlassen können, also durch die spezifisch kirchliche Entscheidungsgewalt die Identität der Kirche mitbestimmen können, ist in kirchlicher Sicht keine Diskriminierung.

Dabei geht es mir vor allem um das Wort „gottgewollt“. Ich kann nämlich nicht verstehen, wie Vertreter religiöser Organisationen (das Ganze ist ja nicht nur ein katholisches Phänomen) nicht sehen können, dass sie in dem Moment, wo sie ihre eigenen Ansichten und Beschlüsse mit dem Adjektiv „gottgewollt“ versehen, das ganze Konzept „Gott“ selbst ad absurdum führen.

Der Witz an „Gott“ ist doch gerade, dass hier ein Begriff gefunden wird für den Umstand, dass es Dinge gibt, die für die Menschen unverfügbar sind. „Gott“ ist ein Wort, das bedeutet: Nicht alles liegt in unserer Hand, nicht alles können wir verstehen und nachvollziehen, es gibt eine Ordnung, die die weltliche Ordnung übersteigt, die unabhängig ist von unseren menschlichen Vorstellungen und Wünschen, an der wir Menschen uns aber dennoch orientieren sollen. Eine Ordnung, die „transzendent“ ist, also das Innerweltliche übersteigt, und dennoch konkrete Auswirkungen auf die Welt und auf unser Leben hat.

Das kann man glauben oder nicht, darauf kann man vertrauen oder nicht, und das wäre ein interessanter Streit, den religiöse Menschen mit nicht-religiösen führen könnten.

Aber in dem Moment, wo irgend ein Mensch oder eine innerweltliche Organisation für sich beansprucht, den Willen Gottes zu kennen, und das auch noch mit dem Anspruch verbindet, in das Leben und die Freiheit anderer Menschen einzugreifen, ist dieser ganze Streit obsolet. Denn Gott ist dann aus dem Spiel.

Oder anders gesagt: Wenn Gottes Wille etwas ist, das ein Mensch, und sei es auch der Papst, für andere verbindlich auslegen kann, dann ist Gott keinen Furz mehr Wert. Weil dann die transzendente Leerstelle namens „Gott“ mit einem weltlichen Inhalt verstopft wird.

Luisa Muraro hat einmal gesagt, die größte Sünde der Männer sei es gewesen, dass sie sich den Frauen gegenüber an die Stelle Gottes gesetzt haben, und die größte Sünde der Frauen, dass sie das zugelassen haben. Ich würde das noch allgemeiner formulieren und sagen: Die größte Sünde, die ein Mensch begehen kann, ist, sich anderen gegenüber an die Stelle Gottes setzen. Und die größte Sünde von uns anderen ist, wenn wir das zulassen.

Menschen können versuchen, den Willen Gottes zu verstehen, meiner Ansicht nach sollten sie das auch. Dafür gibt es viele Möglichkeiten: Bibel lesen (oder welche Schrift es in der jeweiligen Religion geben mag), sich an früheren Gläubigen orientieren, mit anderen Diskutieren, Nachdenken, Beten, Meditieren, aufmerksam und einfühlsam sein, whatever. Und vermutlich kommt dabei auch etwas raus, eine Einsicht, eine Meinung, ein Urteil.

Aber dieses Urteil steht immer unter dem Vorbehalt, dass es eben ein vorläufiges, innerweltliches und eben deshalb nicht unzweifelhaftes ist. Menschen könnten sich irren. Und das letzte Wort haben nicht wir, sondern Gott. Deshalb gefällt mir gut, dass in evangelischen Gottesdiensten die Predigt immer mit dem Satz beendet wird:

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Jesus Christus.

Ich kann verstehen, dass Menschen, die nicht an Gott glauben, diese Einschränkung nicht akzeptieren. Dass sie der Meinung sind, das letztendliche Urteil über richtig und falsch gehöre nicht zu irgend einer außerweltlichen Größe namens „Gott“, sondern sei innerweltlich zu suchen und zu finden, und dass die menschliche Vernunft und nicht irgend ein transzendentes Wesen der letzte Maßstab ist.

Ich kann aber nicht verstehen, wenn religiöse Menschen sich genauso verhalten. Und das tun sie, wenn sie nicht alles, was sie über „Gottes Willen“ erkennen und aussagen, explizit unter diesen Vorbehalt „Möglicherweise irre ich mich, das letzte Wort hat Gott“ stellen. Denn auf diese Weise untergraben sie alles, wofür Religion eigentlich steht. Und müssen sich daher auch nicht wundern, wenn sie von vernünftigen Menschen nicht ernst genommen werden.

Wegen des Glaubens verfolgt?

Gerade lese ich das EKD-Themenheft über „Reformation und Politik“ und stolpere über einen Satz von Nikolaus Schneider im Vorwort, wo er über die Barmer Theologische Erklärung (von 1934) schreibt, sie habe Stellung genommen, „als Menschen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit verfolgt wurden“.

Das erinnert mich daran, dass ich schon länger skeptisch mit der Formel „Verfolgung aufgrund des Glaubens“ bin, weil sie häufig angewendet wird, wo sie meiner Ansicht nach gar nicht stimmt.

So auch hier. Die Barmer Erkärung richtete sich gegen den Nationalsozialismus, beziehungsweise gegen diejenigen Strömungen in der Kirche, die NS-Ideologie auch für die eigene Institution übernehmen wollte. Zentrales Thema war etwa der kirchliche „Arierparagraph“, also die Frage, ob zum Beispiel Pfarrer oder andere Angestellte jüdischer Herkunft entlassen werden sollen.

Dies ist also ganz offenbar keine Verfolgung wegen des Glaubens oder der Religionszugehörigkeit gewesen. Es ging um evangelische Pfarrer, Diakonissen, Krankenschwestern, Ärzte. Die Nationalsozialisten verfolgten gerade nicht Menschen jüdischen Glaubens, sondern sie verfolgten Menschen jüdischer Herkunft, und zwar explizit ganz unabhängig von ihrem Glauben. Es war eine rassistische Verfolgung, die mit Meinungs- und Religionsfreiheit überhaupt nichts zu tun hatte.

Ich frage mal provokativ: Kann man denn überhaupt wegen des Glaubens verfolgt/diskriminiert werden? Oder: Wird man nicht, wenn es um „Glaubensfreiheit“ geht, fast immer verfolgt/diskriminiert wegen dem, was man tut? Im Unterschied eben zur rassistischen (oder auch sexistischen) Verfolgung, bei der es gar nicht darauf ankommt, was man tut?

Zum Beispiel fand ich es falsch, dass bei der Diskussion um Beschneidung von Jungen vergangenes Jahr von manchen über „Glaubensfreiheit“ gesprochen wurde, denn es ging eben nicht um das Glauben, sondern um das Tun: Das Beschneiden. Unabhängig wie man dazu steht, forderten die Gegner_innen dieser Praxis nicht, dass der „Glaube“ (dass Beschneidung richtig ist) verboten wird, sondern dessen Umsetzung in die Realität.

Ich finde es wichtig, diesen Unterschied zu machen, also sich klarzumachen, dass es bei solchen Auseinandersetzungen eben nicht darum geht, „Glauben“ gesellschaftlich zu bewerten, sondern Handeln.

Niemand kann ja verhindern, dass ich glaube, was ich glaube. Gesellschaftlich relevant wird es erst, wenn das, was ich glaube, sich auf mein Handeln auswirkt. Dann aber ist der „Glaube“ kein Argument mehr, sondern ich muss quasi für das, was aus meinem Glauben an Handeln folgt, säkulare Argumente finden (meines im Fall des Beschneidungsthemas ist zum Beispiel Abwehrrechte gegen die Ausweitung staatlicher Reglementierung von Lebensweisen).

Mich selbst macht es frei, zu wissen, dass mir meinen Glauben ohnehin niemand verbieten kann, sondern es nur darum geht, was ich dann tue und wie ich das vermittle. Natürlich könnte man jetzt sagen, die Möglichkeit, zu glauben, was man will, ist nichts wert, wenn man dann nicht auch entsprechend leben kann, aber da bin ich nicht so sicher.

Denn erstens kann man dann weiter versuchen, andere zu überzeugen. Und wegen des „Gebt des Kaisers was des Kaisers ist“ bin ich von der Notwendigkeit befreit, quasi fanatisch darauf pochen zu müssen, dass die ganze Welt sich unmittelbar hier und heute nach dem richtet, was ich für christlich halte. Ich kann für das werben, was ich glaube, aber mein Seelenheil hängt nicht davon ab, dass ich alle anderen sofort davon überzeugt habe. Wenn der Staat einstweilen andere Gesetze hat, kann ich mich gut erstmal danach richten – und trotzdem etwas anderes glauben und entsprechend dafür werben.

Und damit bin ich bei Zweitens: Man hat eine Wahl. Ich kann wählen, ob ich mich in eine Konfrontation und Auseinandersetzung mit der Gesellschaft begebe oder nicht. Das genau ist der wichtige Unterschied zur Verfolgung der Menschen jüdischer Herkunft im Nationalsozialismus (oder den von Rassismus Betroffenen heute): Sie hatten bzw. haben diese Wahl nicht. Sie konnten so assimiliert sein, wie sie wollten, es hat ihnen nichts genützt. Viele, die ins KZ kamen (zum Beispiel Hilde Schneider) hatten selbst lange gar nicht gewusst, dass in ihrer Familie früher jemand jüdisch war (und sie daher nicht „arisch“).

Jedenfalls ist es sehr wichtig, zwischen Verfolgung/Diskriminierung aus rassistischen Gründen und Verfolgung/Diskriminierung aufgrund einer religiösen Praxis zu unterscheiden, zumindest für die Betroffenen, denn es ergeben sich daraus völlig unterschiedliche Handlungsoptionen und Gefährdungspotenziale.

Gewalt und Gewaltfreiheit

Reza Aslan hat ein Buch über Jesus geschrieben, das ich mir gerade gekauft (aber noch nicht gelesen) habe. Soweit aus den Meldungen ersichtlich ist, stellt er darin vor allem die These auf, dass das Christentum auch von seinem Ursprung her gar nicht so gewaltfrei ist, wie oft getan wird.

Das Thema interessiert mich, weil ich gerade „Dio e violent“ von Luisa Muraro gelesen habe, das Dorothee Markert hier schon rezensiert hat. Muraros Hauptthese (und ich hoffe, dass ich demnächst dazu komme, das an anderer Stelle mal aufzuschreiben) ist, dass die westliche Erzählung vom Gesellschaftsvertrag, wonach die Individuen dem Staat das Gewaltmonopol übertragen gegen das Versprechen von Sicherheit, heute ihre Gültigkeit verloren hat. Und dass eine Haltung der prinzipiellen Gewaltlosigkeit daher nicht mehr sinnvoll oder richtig ist.

Wie gesagt, dazu später (hoffentlich) mehr.

Mir war dabei schon die Geschichte in den Sinn gekommen, in der Jesus die Stände der Händler im Tempel umstößt, was ja eindeutig nicht gewaltfrei ist. Das ist wohl auch eines der Argumente, die Aslan aufführt. Ebenso wie den ziemlich eindeutigen Ausspruch, Jesus sei „nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert“.

Eine christliche Position der prinzipiellen Gewaltlosigkeit wäre also nicht wirklich jesuanisch. Aber wann ist Gewalt unter Umständen angebracht?

Offenbar dann, wenn die Umstände das erfordern. Dorothee hat in dem oben verlinkten Artikel dazu einige Beispiele. Manche Situationen sind schon in sich gewaltvoll, sich da rauszuziehen kann verantwortungslos oder bequem sein. Wenn die Händler den Tempel übernehmen, muss man was dagegen unternehmen, sozusagen.

Allerdings gibt es christlicherseits klare Grenzen, die aufzeigen, wann Gewalt nicht legitim ist, und zwar genau bei den Gründen, die  heutzutage üblicherweise zur Legitimierung von Gewalt akzeptiert werden, nämlich Selbstverteidigung („Wenn dich jemand auf deine rechte Wange schlägt, so wende ihm auch die andere zu“) und Krieg („Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, und betet für die, die euch verfolgen.“)

Außerdem gibt es eine klare Grenze der Gewalt dort, wo es anderen ans Leben geht. „Du sollst nicht töten.“ Punkt, basta. Kein Wenn und kein Aber an dieser Stelle.

Also: Tödliche Gewalt ist prinzipiell verboten, andere Gewalt darf nicht eingesetzt werden, wenn es eigennützig ist (sehr radikal verstanden, also auch nicht zum Selbstschutz) oder wenn sie aus Hass oder Abneigung gegen „Feinde“ motiviert ist (also ohne dass es einen konkreten Anlass, eine konkrete Situation gibt, die die Gewalt notwendig macht).

Mehr zum Thema, wenn ich das Buch von Aslan gelesen habe.